{"id":256,"date":"2019-05-01T20:26:37","date_gmt":"2019-05-01T18:26:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.maizi.de\/blog\/?page_id=256"},"modified":"2019-05-01T21:23:11","modified_gmt":"2019-05-01T19:23:11","slug":"journal","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.maizi.de\/blog\/journal\/","title":{"rendered":"Journal"},"content":{"rendered":"\n<h6 class=\"wp-block-heading\"><\/h6>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.swr.de\/swr2\/programm\/sendungen\/tandem\/swr2-tandem-der-geschmack-von-kurut\/-\/id=8986864\/did=20992176\/nid=8986864\/1jjjagv\/index.html\" target=\"_blank\">&#8222;Der Geschmack von Kurut&#8220;<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image wp-image-191\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"200\" src=\"https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/4-Bosyi-300x200.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-191\" srcset=\"https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/4-Bosyi-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/4-Bosyi-768x513.jpg 768w, https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/4-Bosyi-1024x684.jpg 1024w, https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/4-Bosyi-1200x801.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><figcaption>Das &#8222;Bosyi&#8220;: Die Gro\u00dfeltern von Aiperi haben f\u00fcr uns ein besonderes G\u00e4stezimmer aufgebaut. | Fotos: Wanja Schunter<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Donnerstag, 6. Juli 2017:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Flug von Frankfurt a.M. nach Almaty in Kazachstan dauert 5.45 Stunden. Auf dem Satellitenbild vor mir sehe ich die Orte, die wir \u00fcberfliegen. Wir passieren Breslau, fliegen s\u00fcdlich an Moskau vorbei, dann enden die Ortsnamen, mit denen ich etwas anfangen kann. Immer wieder stellt die Anzeige die Himmelsrichtungen auf den Kopf. Unser Flugzeug zeigt dann nicht mehr nach rechts, sondern geradeaus. Der Osten als Blickrichtung ist ungewohnt. Als wir den Ural \u00fcberqueren, f\u00fchle ich mich richtig weit weg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Freitag, 7. Juli, abends:<\/em><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image size-medium wp-image-213\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/IMG_0886-1-300x225.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-213\" srcset=\"https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/IMG_0886-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/IMG_0886-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/IMG_0886-1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/IMG_0886-1-1200x900.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><figcaption>Beshbarmak &#8211; F\u00fcnf Finger. Diese Nudeln mit Rindfleisch und Pferdewurst kriegen wir nur bei Aiperi zu Hause.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aiperis Gro\u00dfeltern haben extra f\u00fcr uns eine Besucherjurte aufgebaut und bitten uns hinein: Der niedrige Tisch ist voll beladen mit N\u00fcssen, Fr\u00fcchten, dem runden Fladenbrot Nan und Marmelade. Zu trinken gibt es Tee und Jarma, das ist sch\u00f6n k\u00fchl bei der Hitze. Die Gro\u00dfmutter wedelt die Fliegen weg, die uns beim Essen Konkurrenz machen. Wir probieren alles. Die Milchprodukte schmecken ungewohnt, die Fr\u00fcchte viel besser als bei uns. Hier ist alles bio, sagt Aiperi, niemand spritzt seine Fr\u00fcchte. Daf\u00fcr haben die Leute gar kein Geld.<br>Der Gro\u00dfvater fragt, ob wir Alkohol trinken:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-256-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/O-Ton-Alkohol-beim-Essen.mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/O-Ton-Alkohol-beim-Essen.mp3\">https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/O-Ton-Alkohol-beim-Essen.mp3<\/a><\/audio><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Audio &#8222;Trinkt ihr Alkohol?&#8220; &#8211; &#8222;Ja, Bier&#8230; oder Wein&#8230;&#8220; &#8211; &#8222;Sie trinkt nicht, ich trinke nicht.<br><\/em><em>Sind wir schlechte Gastgeber, wenn wir euch nichts anbieten?&#8220;<br>*<br><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sp\u00e4t abends machen Aiperi und ihre Schwester Rakhat die Betten f\u00fcr uns. Da, wo wir vorher gegessen haben, legen sie ein paar der bunten Baumwollmatten \u00fcbereinander, die uns schon beim Essen als Sitzgelegenheit dienten. Aber zuerst fegt Aiperi die Jurte mit einem Reisigbesen aus. Warum tut sie das? Es war doch gar nicht so dreckig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-256-2\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Atmo-3-Fegen.mp3?_=2\" \/><a href=\"https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Atmo-3-Fegen.mp3\">https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Atmo-3-Fegen.mp3<\/a><\/audio><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Audio &#8222;Wir d\u00fcrfen nicht auf Essen liegen.&#8220;<br>*<br><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Samstag, 8. Juli:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf dem Osh Bazaar in Bishkek k\u00f6nnten wir Tage verbringen, um alles zu sehen, was es hier gibt. Aiperi und ich schieben uns an Kleiderst\u00e4nden vorbei, durch die Aussteuerabteilung mit den verzierten Hochzeitstruhen, das einzige M\u00f6belst\u00fcck in den Jurten, gut sichtbar gegen\u00fcber vom Eingang plaziert. Die Frauen bringen sie in die Ehe mit. Und diese riesigen Ballen mit Vlies, was ist das? Es sieht aus wie F\u00fcllwatte, aber es f\u00fchlt sich sch\u00f6n an, gar nicht k\u00fcnstlich. Das ist Baumwolle, sagt Aiperi. Man nimmt es als F\u00fcllung f\u00fcr die T\u00f6sh\u00f6ks, wei\u00dft du, die Matten, auf denen wir essen und schlafen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Fleischhalle riecht es streng, schnell weiter, sagt Aiperi. Das Schweinefleisch verkaufen die Russinnen. Bei den H\u00fchnchen hat Aiperis j\u00fcngste Tante einen Stand. Sie ist heute nicht da, aber ihre Standnachbarinnen sind neugierig und wollen wissen, woher ich komme und wie es mir in Kirgisistan gef\u00e4llt. Oh, es gef\u00e4llt mir, nur heute ist es zu hei\u00df. 38 Grad, so etwas bin ich nicht gew\u00f6hnt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Egal, wo wir auf dem Markt gehen oder stehen, \u00fcberall werden wir von den Lautsprechern beschallt, die Dinge bewerben, ohne dass ich verstehe, worum es sich handelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einer der Hallen spricht ein Mann uns an. Er hat ein Buch in der Hand. Darin sind die Sehensw\u00fcrdigkeiten von Kirgisistan abgebildet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-256-3\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Osh-Bazaar-mit-Mann.mp3?_=3\" \/><a href=\"https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Osh-Bazaar-mit-Mann.mp3\">https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Osh-Bazaar-mit-Mann.mp3<\/a><\/audio><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>0\u201918 Das ist der drittgr\u00f6\u00dfte Berg der Welt&#8230; \u201eKommunizm Pik\u201c&#8230;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er zeigt uns Berggipfel, Blumen, das Nationalgericht Beshbarmak mit der Pferdewurst, den bekanntesten kirgisischen Schriftsteller Chingiz Aitmatov.<br>Danke, dass ihr nach Kirgisistan kommt und euch f\u00fcr unsere Kultur interessiert, sagt er. Mit Deutschland kann er auch was anfangen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>0\u201957:<br><\/em><em>&#8211; Sie kommen aus Deutschland, richtig? Da gibt es doch Karl Marx, Friedrich&#8230;<br><\/em><em>&#8211; Karl Marx?<br><\/em><em>&#8211; Das Kapital. <\/em><em>Ja, ja, Karl Marx&#8230;<br><\/em><em>Gut, gut, danke!<\/em><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image wp-image-224\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"200\" src=\"https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/IMG_1180-300x200.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-224\" srcset=\"https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/IMG_1180-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/IMG_1180-768x513.jpg 768w, https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/IMG_1180-1024x684.jpg 1024w, https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/IMG_1180-1200x801.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><figcaption>Ein ganz gew\u00f6hnlicher Verkehrsteilnehmer auf einer Stra\u00dfe im Susamyir-Tal.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Dienstag, 11. Juli:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Tagesreise entfernt in Toktogul. Im kleinen Dorf Telman wohnen Tante G\u00fclb\u00fc und Onkel Emil mit ihrem Enkel Erbol. Ihre Kinder sind schon erwachsen, und wir d\u00fcrfen in den Kinderzimmern schlafen. Erbols Eltern wohnen und arbeiten in Moskau, um Geld f\u00fcr ein Haus zu verdienen. Matthias m\u00f6chte nach der langen Reise gern duschen. Aber eine Dusche gibt es nicht. Onkel Emil geht hinaus, es dauert ungef\u00e4hr 10 Minuten, dann ist die Dusche fertig: Aus vier Holzstangen gefertigt mit einer Plastikplane drum herum. Das Wasser holen wir mit einem Eimer aus dem kleinen Kanal hinter dem Haus. Eine Dusche im Gr\u00fcnen, das ist bei diesen Temperaturen perfekt. Selbst auf knapp 2000 Metern ist es tags\u00fcber hei\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am n\u00e4chsten Tag fahren wir im Gel\u00e4ndewagen des Onkels ins Jailo, auf die Sommerweide. Der Wagen sieht aus wie ein Milit\u00e4rauto aus den 60er Jahren. Das ist ein anderes Gef\u00fchl als im japanischen Minivan am Tag zuvor. In dieses Auto habe ich unbegrenztes Vertrauen. Es rumpelt \u00fcber Stock und Stein und bringt uns sicher hinter jede noch so steile Kurve. Besser allerdings sind in den Bergen die traditionellen Fortbewegungsmittel.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image wp-image-226\"><figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"200\" src=\"https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/IMG_1269-300x200.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-226\" srcset=\"https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/IMG_1269-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/IMG_1269-768x513.jpg 768w, https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/IMG_1269-1024x684.jpg 1024w, https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/IMG_1269-1200x801.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><figcaption>Schon fast ein Dzhigit, ein kirgisischer Junge: Aiperi nimmt Ilja mit auf die Sommerweide.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Reiten &#8211; darauf haben wir uns schon zu Hause vorbereitet. Unsere Kinder mal mit mehr, mal mit weniger Vergn\u00fcgen. Die kirgisischen Pferde sind klein und z\u00e4h. Sie werden nicht zum Spa\u00df geritten, sie sind Arbeitstiere. Au\u00dfer den wilden Hengsten nat\u00fcrlich, die bei den kirgischen Reiterspielen mitmachen. Auf denen darf niemand reiten, der es nicht wirklich kann.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image wp-image-233\"><figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"232\" src=\"https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Jailo-300x232.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-233\" srcset=\"https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Jailo-300x232.jpg 300w, https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Jailo-768x594.jpg 768w, https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Jailo-1024x792.jpg 1024w, https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Jailo-1200x928.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><figcaption>Das Jailo. Hier h\u00fcten ein paar Familien \u00fcber die Sommermonate die K\u00fche und Schafe des Dorfs.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf unserem ersten Pferdeausflug ist ein Dzhigit dabei, ein junger Mann. Er f\u00fchrt mein Pferd, weil er Angst hat, dass es davon l\u00e4uft. Wir versuchen, uns zu unterhalten. Das ist nicht so leicht, aber ich verstehe, dass er in Moskau arbeitet und nur im Sommer in Kirgisistan ist, um seiner Familie im Jailo zu helfen. Gef\u00e4llt dir das Jailo, frage ich. Selbstverst\u00e4ndlich sagt er, sonst w\u00e4re ich ja nicht hier. K\u00fche und Schafe h\u00fcten an einem Bach in den Bergen, ohne feste Behausung, ohne Ablenkung. Der junge Mann ist vielleicht 20 Jahre alt, ich kann das schlecht sch\u00e4tzen. Kannst du singen? fragt er mich. Ja, klar kann ich singen, und ich singe auch was: Hejo, spann den Wagen an. Das ist das Einzige, was mir einf\u00e4llt. Danach singt der Dzhigit, und ich werde ganz still. Er singt so:<\/p>\n\n\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-256-4\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Gesang-des-Dzhigiten.mp3?_=4\" \/><a href=\"https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Gesang-des-Dzhigiten.mp3\">https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Gesang-des-Dzhigiten.mp3<\/a><\/audio>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Der Dzhigit, der anonym bleiben m\u00f6chte, singt in einem Zelt aus Holzstangen mit einer Zeltplane dar\u00fcber. Ich sage dem Publikum, dass es ganz still sein muss.<br>*<br><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erst als ich den Dzhigiten h\u00f6re, kann ich mir vorstellen, wie es Dshamilija in Chingiz Aitmatovs Roman ergangen ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Copyright f\u00fcr alle Texte, Bilder und Audios\u00a9 Maidon Bader<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Der Geschmack von Kurut&#8220; Donnerstag, 6. Juli 2017: Der Flug von Frankfurt a.M. nach Almaty in Kazachstan dauert 5.45 Stunden. Auf dem Satellitenbild vor mir sehe ich die Orte, die wir \u00fcberfliegen. Wir passieren Breslau, fliegen s\u00fcdlich an Moskau vorbei, dann enden die Ortsnamen, mit denen ich etwas anfangen kann. Immer wieder stellt die Anzeige &hellip; <a href=\"https:\/\/www.maizi.de\/blog\/journal\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eJournal\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-256","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/256","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=256"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/256\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.maizi.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=256"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}